1)
Leserbrief aus dem Vogtlandanzeiger vom 25.05.05 von Frau Ret
2)
Leserbrief in der Freien Presse vom 11.05.05
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BUND Sachsen e.V. - KG Vogtland - Pfaffengutstr. 16 - 08525 Plauen
Stadt Plauen
Herrn Bürgermeister Eberwein
Am Graben
08523 Plauen
Kopie: Regionale Presse per Mailverteiler
Kreisgruppe Sächsisches Vogtland
Pfaffengutstr. 16
08525 Plauen
Tel./Fax: 03741-522897
Bearbeiter Datum
Stephan Romahn 06.08.03
Verkehrskonzept Plauen
Sehr geehrter Herr Eberwein,
mein Schreiben vom 02.08.03 in dem ich die versprochene Öffentlichkeitsinformation über den Sachstand zur Arbeit der Arbeitsgruppe Verkehrskonzept Plauen anmahne, hat sich zeitlich mit der aktuellen Berichterstattung über eine "Nord-Ost-Spange" in unseren Tageszeitungen über-schnitten.
Ursprünglich sollte ein Entwurf für ein Verkehrskonzept der Stadt Plauen im InSeK verankert werden. Nach hitziger öffentlicher Diskussion wurde das InSeK ohne ein Verkehrskonzept beschlossen und die Projektgruppe Verkehrskonzept initiiert.
Das klar formulierte Ziel erste Ergebnisse zur Jahresmitte öffentlich vorzustellen und zu dis-kutieren wurde bekanntlich verfehlt. Wir erwarten keinesfalls eine Präsentation endgültiger Planungen. Diese können seriös erst in etlichen Monaten bis Jahren erarbeitet werden.
Aufgrund der bisherigen Berichterstattung und der wenigen zu uns gelangten Informationen über die Arbeit der Arbeitsgruppe verdichtet sich bei uns eine Befürchtung: Hinter verschlos-senen Türen wurde und wird (fast ?) ausschließlich über viele mögliche Varianten eine "Nord-Ost-Spange" zwischen B173 und B92 geredet. Dies ist nur ein Problemfeld des automobilen Verkehres in diesem Gebiet der Stadt Plauen. Wir haben die Aufgabe der Projektgruppe so verstanden, dass sie sich mit einem Verkehrskonzept für das ganze Stadtgebiet Plauens be-schäftigen soll !
Zu einem guten und in sich stimmigen Verkehrskonzept gehört nicht nur das anscheinend bevorzugt betrachtete Problemfeld des Automobilverkehres. Auch der Öffentliche Personen-nahverkehr, der Fahrradverkehr und die Fußgänger gehören in ein Verkehrskonzept integriert. Dem Anschein nach haben die nicht automobilen Verkehrsarten bei der Arbeit der Arbeitsgrup-pe Verkehrskonzept bislang keine oder bestenfalls eine marginale Rolle bei den Überlegungen gespielt hat. Bei einer einseitigen Focussierung auf den Automobilverkehr würden nicht nur Belange der Umwelt mglw. unzureichend betrachtet. Insbesondere zwei besonders wichtige Generationen von Plauener Bürgern und Besuchern fallen durch das Betrachtungsraster: Die an Menge abnehmende junge Generation der Kinder und Jugendlichen und die beträchtlich zunehmende Generation der nicht (mehr) automobilen Senioren. Für die Stadt Plauen, die als eine von bundesweit drei deutschen Städten in das Modellvorhaben "Fußgänger- und fahrrad-freundliche Stadt" des Umweltbundesamtes einbezogen ist - davon bekommt die Öffentlichkeit auch sehr wenig mit ! - ist das fatal und höchst peinlich!
In den nun für September/Oktober angekündigten Informationen erwarten wir also nicht nur Aussagen zum Autoverkehr auf einer "Nord-Ost-Spange". Aussagen aus politischen Gremien der Stadt zufolge konnte diese - ursprünglich "Umgehungsstrße " ! - im Zuge eines in Aufstellung befindlichen Bebau-ungsplanes weiter verharmlosend zur "Gewerbe-Erschließungsstraße" umbenannt werden.
Wir erwarten von der Projektgruppe Verkehrskonzept das, was der Name verheißt: Diskutable erste Aus-sagen zu einem alle Verkehrsarten betrachtenden Verkehrskonzept für ganz Plauen. Wir hoffen, dass die Arbeitsgruppe die bis zur Präsentation im September /Oktober verbleibende Zeit bis dahin in diesem Sinne sinnvoll nutzt und wir nicht durch Einseitigkeit weiter enttäuscht werden.
Richtigstellen möchte ich die mit Schreiben vom 02.08.03 aufgestellte Behauptung, Herr Rap-penhöner hätte zur Arbeit in der Arbeitsgruppe Verkehrskonzept eine strafbewehrte Verschwie-genheitserklärung unterschreiben müssen. Er teilte mir mit, dass er "lediglich" mündlich zur Verschwiegenheit über diese Arbeit verpflichtet wurde. Auch diese Art von Gemeinhaltung in einer die Öffentlichkeit bewegenden Verfahren trifft jedoch unsere Missbilligung.
Insbesondere verwundert uns sehr, dass "geheime" Ergebnisse betreffend "Nord-Ost-Spange" von Ihrer Mitarbeiterin Frau Schaufel in öffentlicher Sitzung des Ausschuss für Stadtplanung, Verkehr und Umwelt vorgestellt wurden.
Öffentlichkeit von Anfang baut Misstrauen ab, die seitherige Verfahrensweise bewirkt eher das Gegenteil.
Mit freundlichem Gruß
i. V. Dipl.-Ing. Stephan Romahn
Garten- und Landschaftsarchitekt AK Sachsen
BUND Sachsen e.V. , Vorsitzender Ortsgruppe Elstertal/Plauen
BUND Sachsen e.V. , Vorstand Kreisgruppe Vogtland
4)
"Als langjährigste Mieterin einer Wohnung in der oberen Chamissostraße verstehe ich die Reaktion meines Vermieters zum Thema 'Umgehungsstraße'.
Ich bin 1937 mit meinen Eltern in das Hausgrundstück Chamissostraße 25 eingezogen. Unser Mietvertrag trägt noch die Unterschrift des Großvaters des jetzigen Vermieters.
Während der Kriegsjahre haben wir viele Nächte im Keller zugebracht, so auch am 10. April 1945. Bei diesem Angriff wurden beide Häuser schwer beschädigt, besonders Dächer und Fenster. Der Vater des heutigen Vermieters hat mit den Hausbewohnern -darunter mein Vater und mein Mann- die notwendigen Aufräumarbeiten und Schadenbeseitigung durchgeführt.
...
Nach Kriegsende wurden dann die Schäden an den Häusern fachmännisch behoben. In der Folgezeit wurde dann auch der Außenputz erneuert und die Wände im Hausaufgang renoviert...
Nach der Wende sorgte dann die 3. generation für fachgerechte Grundsanierung der beiden Häuser..."
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"...
Leider begreifen erst wenige, daß das gesamte Konzept (außer Trockentalstraße), auf Argumenten beruht, die bereits heute zum Teil nicht mehr zutreffen, viel weniger noch in Zukunft. Imübrigen wäre es ein großer Fehler, darauf zu vertrauen, daß sowieso kein Geld vorhanden ist.
Die vergangenen 53 Jahre haben gezeigt, daß für kampagnenhaft betriebene Vorhaben immer auch irgendwo Geld herkommt. Und ein solches Vorhaben ist dies.
Es gilt also durchzuhalten."
[Dr. U. Koch]
6)
"...
Die Art und Weise des Vorgehens der Stadt Plauen spricht wieder für sich. Die nicht nachvollziehbare Stadt- und Verkehrsplanung geht einher mit rigoroser Tatik, das Vorhaben ohne Rücksicht auf Verluste und das zeitgerafft, sowohl bei den betroffenen Mietern als auch Vermietern, durchzusetzen. Mehr noch, es mag sich anhören wie ein Widerspruch, ohne Rücksicht auch auf das Image der Stadt Plauen.
..."
[B. Schemmerich]
Letzte Änderung: 28.05.2005